9. Folge: Geschichte des Weins
Shownotes
Landesweingut Kloster Pforta in Naumburg an der Saale
Weingut Kloster Eberbach - Eltville am Rhein
https://kloster-eberbach.de/de
Quevri = Tongefäß zum traditionellen Ausbau für die trockenen Weine Georgiens. Ausschließlich für die Lagerung und nicht für den Transport gedacht. Außerhalb Georgiens findet man diese Art von Weinherstellung meist in den biologisch - dynamischen wirtschaftlichen Betrieben !
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00:00:00: Willkommen bei Rebstockgeflüster, dem Podcast zwischen Wein, Wahnsinn und echten Geschichten.
00:00:04: Lebensphasen die man anders geplant
00:00:06: hat?
00:00:06: Ja mit uns zwei Ösemweiner an aller WT und manchmal auch direkt aus einem kleinen Weingärtchen!
00:00:11: Hallo zusammen schön dass ihr wieder da seid.
00:00:13: ich bin Kerstin
00:00:14: ja und ich bin Torsten Ja, es gibt unzählige Podcasts über Weyen, Rebsorten, Punktearomen und die perfekte Trinktemperatur.
00:00:22: Wir versuchen unseren Podcast etwas anders zu gestalten.
00:00:25: Ja genau!
00:00:25: Wir erzählen die Geschichte des Weins nicht nur die Geschichte in Büchern sondern auch die Geschichte Hinter jeder Flasche.
00:00:31: Von der ersten Rebe vor tausend von Jahren.
00:00:33: bist du den Menschen, die heute mit Leidenschaft Wein herstellen?
00:00:36: Ja, mit spannenden Fakten überraschend an Anekdotenmüdenkultur und natürlich immer mit einem guten Glas Wein aus unserem Sortiment.
00:00:44: Egal ob ihr Wein profi seid oder einfach nur neugierig kommt mit auf die Reise durch die Welt des Weines!
00:00:50: Folge für Folge, Schluck für Schluck.
00:00:52: Wenn wir heute ein Glas Wein öffnen, denken ja die wenigsten darüber nach dass wir damit auch eine Tradition fortsetzen.
00:00:58: Die Tradition, die tausend Jahre alt ist.
00:01:00: aber wo begann eigentlich alles?
00:01:01: Wer hat den ersten Wein gemacht?
00:01:03: war es Zufall oder Genialität?
00:01:04: Stellt euch einen Menschen vor rund acht Tausend Jahren Er sammelt wilde Weintrauben.
00:01:09: Ein Teil der Früchte bleibt in einem Tulengifis liegen.
00:01:12: Nach einigen Tagen fing's dann an zu blubbern und die Natur hat ihr Arbeit übernommen.
00:01:16: Ja, hefen auf den Traubenvergehren den Zucker und Alkohol.
00:01:19: Der erste Wein entsteht wahrscheinlich auf jeden Fall nur durch Zufall.
00:01:22: Ganz einfach...
00:01:23: Und schon früh erkannten dann die Menschen dieses Getränke etwas Besonderes?
00:01:28: Ja, Alkohl macht haltbar, brachte Menschen zusammen und spielte dabei eine wichtige Rolle bei festen Ritualen am Alltag einer Kneipe in...
00:01:37: Von dem ersten Weinbergen im Gebiet des heutigen Kaukasus verbreitete sich der Wein über Mesopotamien, Ägypten, Griechenland und später durch die Römer in weite Teile Europas.
00:01:49: Mit jeder Kultur kamen neue Ideen, neue Rebsorten und auch neue Geschichten dazu.
00:01:53: Ah okay also das Gebiet von Georgians war also Beginn der Geschichte des Weins?
00:01:58: Und Archäologen fanden wirklich Tongefälse, die rund acht tausend Jahre alt waren.
00:02:03: Innen waren Rückstände von Wein.
00:02:05: Die konnten es dann da irgendwie scheinbar alles testen und damit gehören sie zu den ältesten Bekannten belegen.
00:02:12: Aha, also die Menschen bewarten ihren weinen großen Tongefäßen auf den sogenannten Quefries.
00:02:20: Genau,
00:02:21: diese wurden in der Erde eingegraben und blieben dort nämlich durch die gute Temperatur eine Erde immer konstant das ganze Jahr über der gleichen Temperaturen.
00:02:29: schon eine cleverere Methode, Damals hatte da gab es nichts gekühlt mit Wasser und elektrisch.
00:02:35: Und keine
00:02:36: modernen Weinkelle?
00:02:37: Ja, überhaupt
00:02:37: gar nichts!
00:02:38: Diese Art wird übrigens bis heute noch in Georgien gepflegt.
00:02:42: auch hier lebt also die ja tausendealte Tradition weiter.
00:02:45: Aber warum gerade dort?
00:02:47: Also warum hat's dort angefangen?
00:02:49: Im Kaukursus wuchsen wilde Weinreben in großer Zahl.
00:02:53: Klima war günstig und die Menschen haben halt schon früh begonnen die Reben damals gezielt zu kultivieren.
00:02:58: Und aus dem wilden Pflanzen wurden dann nach und nach Weinbarbern.
00:03:01: Ah, okay!
00:03:03: Stellt euch vor ihr seid Archäologe, ihr öffnet nach tausend von Jahren in Ägypten ein Grab und entdeckt darin
00:03:10: Beinen.
00:03:11: Warum legt mir Menschen ihren verstorbene Wein mit ins Grab?
00:03:14: Ja, Wein in Ägypten waren ein kostbares Gut.
00:03:17: Anders als Bier das fast jeder Trank war der Wein vor allem den Pharaon dem Adel und den Priestern vorbei.
00:03:23: Und die Weinbargerlauben lagen hauptsächlich im Nihildelter.
00:03:27: Und der Nihil wie jetzt auch heute noch unsere ganze Flüsse überall ne?
00:03:30: Der schenkte fruchtbare Böden und machte den Weinbau überhaupt erst möglich.
00:03:35: Ich glaube es macht ja Sinn.
00:03:36: ich ist jetzt immer noch in Ägipten da ist ja rund um Nihl da leben die Menschen dort grün.
00:03:44: Ja erstaunlich es auch übrigens war, dass sie ihre Amphonen bereits beschrifteten.
00:03:49: Was stand denn drauf?
00:03:51: Aus welchem Weinbeck der Werden stammte, aus welchem Jahr er war und wer den Wein hergestellt hat.
00:03:55: Also sogar das hatten die Damals schon.
00:03:57: Okay
00:03:57: also wie unsere Weineidiketten heute?
00:03:59: Ja genau nur ohne Querkot!
00:04:02: Die gibt da Glocken halt an dem Leben nach dem Tod und deshalb hat mir verstorben immer irgendwas mit dabei was sie vielleicht im Jensatz gebrauchen könnten.
00:04:11: oder war Wein natürlich ganz wichtig.
00:04:13: Also Wein war nicht nur ein Getränk sondern auch ein Symbol für Wohlstand Kultur und Spiritualität.
00:04:19: Ich glaube, das ist dann bei uns in der Neutzeit.
00:04:21: War es irgendwann nicht mehr so?
00:04:23: In den Achtzigern waren wir nicht mehr ganz so ein Symbol für Wohlstand.
00:04:27: Ja, aber bei den Gerichen war's halt ein Symbol.
00:04:30: Für Gastfreundschaft und Gemeinschaft.
00:04:31: Man traf sich, man saß zusammen.
00:04:34: Und da waren gesellige Abendgespräche, Musikdiskussionen über alles.
00:04:37: Da war der Wein halt nicht wegzudenken.
00:04:39: Die Gerichen übrigens mischten ihren Weinen fast immer mit Wasser.
00:04:43: Der ungemischte Wein galt als übertrieben und zivilisiert.
00:04:46: Das gemeinsame Müschen gehörte mit zum Ritual und machte den Wein zum Begleiter für lange Gespräch.
00:04:52: Siehst
00:04:53: du, schon dort gab es Schollen?
00:04:56: Ja!
00:04:56: Und der Wein hatte sogar seinen eigenen Gott erstand.
00:04:59: Für Lebensfreude, Fruchtbarkeit, Theater und Feste.
00:05:02: Ihm zu Ehren wurden große Feiern veranschaltet.
00:05:04: Manche Historiker sehen darin sogar dem Beginn des Theaters.
00:05:07: ja und doch bei uns im Laden haben wir auch Georgia.
00:05:11: ganz spannend also Ein Ornenschwein.
00:05:14: Auch aus dem Käfri meistervergoren?
00:05:17: Genau, also schaut einfach mal vorbei und ist auf jeden Fall eine
00:05:22: spannende
00:05:23: Geschichte.
00:05:24: Satz der Woche!
00:05:25: Es hat sich gar nicht so viel verändert.
00:05:26: auch heute sitzen wir mit vielen Freunden bekannten bei einem Glas Wein zusammen erzählen Geschichten lachen und diskutieren.
00:05:33: ja zum Schluss stellt euch vor ihr steht vor fast zwei tausend Jahren am Ufer der Mosel.
00:05:38: Ja, römische Soldaten marschieren vorbei.
00:05:40: Im Backpack kamen sie nicht nur Waffen und Vorräte sondern auch Weinreben.
00:05:44: Und damit beginnt ein Kapitel das den Weinbau in Deutschland bis heute prägt.
00:05:48: Ach ja die Römer liebten Wein!
00:05:50: Ich war mit Clemens in Rom und Pompéi und dort haben wir die Amphoren an der Erde gesehen.
00:05:54: Spektakulär war der Anblick und war schon spannend zu sehen so die ersten Bars im Rom.
00:06:01: War cool.
00:06:03: also die waren alle in der Erde und die haben wirklich mit einer Kelle aus den Amphorn den Wein an der Bade einfach getrunken.
00:06:10: Da gab es keinen Ordnungsamt hier gesagt haben, Mensch was ist denn hier los?
00:06:14: Ja aber für die Römer gehörte der Wein zum Alltag.
00:06:17: also sie pflanzen überall Reben an, die wussten ganz genau wo es am besten passt und wie's funktioniert.
00:06:23: so kam dann der Wein nach Deutschland oder...
00:06:25: Mit den Legionen gelangt er der Weinbauer nach Gallien und dann an den Rhein und an die Mosel Und sie brachten nicht nur Rebstecke sondern auch ganz viel Wissen mit.
00:06:34: Wie legt man Weinberge an, wie baut man Wein an?
00:06:37: Wie baut man Kälterhäuser, wie lagert man den
00:06:39: Wein?
00:06:40: Ja aber warum ausgerechnet Mosel und Rhein?
00:06:43: Auch hier die Römer erkannten ganz schnell dass die sonnigen Hänge entlang der Flüsse die idealen Bedingungen boten.
00:06:49: Und die Flüße dienten gleichzeitig ja auch als Transportwege.
00:06:52: also man konnte ganz bequem den Weinen so verschiffen.
00:06:55: und noch heute lassen sich die Röhmer in vielen Weinregionen entdecken.
00:06:59: Alte Tarrassen historische Weinlagen, archäologische Funde erzählen immer noch von dieser Zeit.
00:07:04: Na, ja und was geschah dann mit dem Untergang des römischen Reiches?
00:07:07: Dann kam die politische Krise, wirtschaftliche Probleme.
00:07:11: Das Römische Reich geriet unter Druck und mit dem Zusammenbruch funktionierten auch die ganzen Handelswege gar nicht mehr.
00:07:16: Straßen wurden kaum in Stand gehalten, Städte verloren an Bedeutung.
00:07:20: Und damals wurden auch schon viele Weinberger aufgegeben.
00:07:23: wie ab dem Moment unserer Wirtschaft.
00:07:25: Jetzt ja auch nicht ganz so gut?
00:07:27: Ja, das stimmt.
00:07:28: Man sieht es ja überall an die ganzen Brachen stellen.
00:07:30: Aber war das dann das Ende des Weines?
00:07:33: Nein natürlich nicht!
00:07:34: Der Wein verschwand noch nie so wirklich.
00:07:37: Er wurde zwar seltener und manche Weinberge verwilderten aber die anderen wurden weiter bewirtschaftet.
00:07:43: Achja
00:07:43: klar!
00:07:44: Die Rettung kam dann im frühen Mittelalter für den Klössern.
00:07:46: Die Mönche brauchten Wein für den Gottesdienst.
00:07:48: Wein war für die christliche Liturgie unverzichtbar.
00:07:52: Beim Abendmahl symbolisiert er das Blutkristi, deshalb braucht ein Klösser auch hier einen eigenen Wein.
00:07:58: Stimmt!
00:07:58: Sie pflegten die bestehenden Weinberge und legten aber auch Neujahr an.
00:08:02: Und sie hielten das Wissen von den Rühmern über den Rebschnittkeitern und über die Lagerung lebendig.
00:08:07: Und Sie wurden zu hervorragenden Wintern.
00:08:10: Ja sehr gut bis heute glaube ich gibt es immer noch... Ohne ihren Einsatz wäre die Geschichte des europäischen Weinbaus vermutlich ganz anders verlaufen.
00:08:18: Schließlich waren die Mönche auch Weinforscher, viele berühmte Weinenlangen in Deutschland, Frankreich und Österreich gehen auf die Arbeiterklüsse zurücknehmen.
00:08:25: Der Grundstock für Qualitätsanbau eigentlich, der wurde damit auch gelegt... Der Grundstück für Qualitätweinbau, der würde gelegt.
00:08:34: Wenn wir heute über Terror oder über sorgfertige Handlese sprechen knüpfen wir an die Erkenntnisse an, die teilweise schon vor fast tausend Jahren gesammelt wurden.
00:08:42: Ja vielleicht ist Geduld der wichtigste Zutat eines guten Weines.
00:08:47: Die Mönche konnten nicht schneller arbeiten als in Natur und genau das macht ihre Wein oft sehr besonders.
00:08:52: Von den Klöstern hier übrigens, Oster-Eberwach da waren wir ne?
00:08:56: Und ja auf jeden Fall super toll!
00:08:59: Auch sehr groß schöne Rebflächen angebaut.
00:09:02: auch da lohnt sich nochmal ein Besuch.
00:09:04: Genau und nächste Woche hört ihr wenn ihr wieder dabei sein wollt, Katastrophen im Beinberg wie der Wein alle Krisen überlebte.
00:09:11: Ja, genau!
00:09:11: Wenn euch diese Folge gefallen hat, erzählt gerne jemand davon und folgt Rebstoppgeflüster
00:09:16: oder kommt einfach vorbei im echten Leben.
00:09:18: Nachteil du uns kleine Weinleitchen.
00:09:19: Aller Witte.
00:09:20: Wir freuen uns auf euch.
00:09:22: Tschüss!
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